Route: Rundreise Neuengland & Kanada

Als erstes Beispiel möchten ich Ihnen eine Rundreise durch Neuengland und Kanada zeigen! Wie auch bei meinen zukünftigen Routen stelle ich beispielhaft Stationen über Google Maps zur Verfügung, die Sie abspeichern, drucken und in ihre eigene Planung einbeziehen können.

Geeignet für: Kultur- und Geschichtsbegeisterte, Naturliebhaber, Strandurlauber

Diese Tour eignet sich besonders für diejenigen, die sich für die frühe Geschichte der Vereinigten Staaten interessieren oder einen "Kultururlaub" planen; schließlich besuchen wir ja ein paar der Gründerstaaten. Zudem eignen sich die Hamptons mit Long Island – New Yorks "Badewanne" mit wunderschönen Sandstränden – hervorragend für einen Badeurlaub, ebenso wie man auch in Neuengland schon den Indian Summer genießen kann, natürlich zur richtigen Reisezeit. 

Anflug über die Ostküste

Auch USA-Neulinge, die noch keine Erfahrungen mit den Staaten gemacht haben, dürften mit dieser Tour einen guten Einstieg finden. Wir selbst haben die Tour damals als Mietwagenrundreise angelegt. Je nach Wunsch ließe sie sich aber auch variieren, so dass man den Greyhound-Bus oder gar ein Wohnmobil wählt; hierfür könnten die Stops dann entsprechend angeglichen werden.

Wir gehen der Reihe nach alles durch, angefangen bei der Vorbereitung und Accessoires, die nicht fehlen sollten, über einzelne Stops auf der Route, die uns besonders gefallen haben, bis hin zu Karten und Fotos, damit Sie sich selbst einen Eindruck machen und Teile der Reise vielleicht in ihre Planung übernehmen können. Schon während ich das schreibe, bekomme ich wieder Fernweh! Sie auch? Dann los...! 

Vorab eine kleine Liste von Städten, die man in eine Rundreise an der Ostküste einbinden sollte. Sie stellen einen bunten Mix dar aus Shopping-Gelegenheiten, Kulturstätten und Sehenswürdigkeiten, daher kann man mit ein wenig Vorbereitung hier die richtige Auswahl treffen und die Route nach eigenen Vorstellungen angleichen. 

Städte & Metropolen

  1. New York City (New York)
  2. New Haven (Connecticut)
  3. Hartford (Connecticut)
  4. Boston (Massachusetts)
  5. Concord (New Hampshire)
  6. Sherbrooke (Québec)
  7. Québec City (Québec) 
  8. Montreal (Québec)
  9. Kingston (Ontario)
  10. Ithaca (New York)

Ganz gleich, ob Sie auf Sightseeing oder eine große Shoppingtour aus sind, diese Städte bieten Möglichkeiten für einen "Rundum-Urlaub": New Haven besticht mit der weltberühmten Yale University. Zwar hat man hier nicht überall Zugang, aber zumindest kann man den riesigen Campus betreten (bzw. durchfahren) und das eine oder andere Gebäude besichtigen.

In Hartford allein könnten Sie schon die Wohnhäuser zweier großer Autoren – Mark Twain und Harriet Beecher Stowe – bewundern, während Montreal wie auch New York City klassische Schmelztiegel mit endlosen Shopping Malls und Sonderangeboten darstellen.

Sicherlich ist Boston berühmt für seine Rolle in der US-amerikanischen Gründungsgeschichte – ganz gleich, ob man den Bunker Hill sehen oder mal eine Kiste Tee in den Hafen schmeißen will (nur ein Scherz...). 

Allerdings locken auch weniger bekannte, unscheinbare Städte wie Concord mit historischen Zentren, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Wir selbst haben Concord während einer Feier für die Veteranen der US Army besucht, sozusagen zum denkbar besten Zeitpunkt, während die ganze Stadt in offenem Aufruhr war. 

Welches Zubehör darf auf einer Rundreise durch die USA nicht fehlen?

Jeder Urlaub erfordert eine etwas andere Vorbereitung und andere Mitbringsel; die Vereinigten Staaten sind hier keine Ausnahme. Daher habe ich 4 Begleiter zusammengestellt, die auf keiner USA-Reise fehlen sollten: 

  1. HAUPTSTADTKOFFER® Hartschalen Koffer SPREE 1203*: Ein TSA-Schloss ist bei einer USA-Reise unerlässlich, da alle anderen Schlösser schon bei der Einreise geknackt werden könnten. Die Firma Hauptstadtkoffer mit Sitz in Berlin bietet Reisenden in die USA, nach Kanada oder auch nach Japan viele Wahlmöglichkeiten, wenn es um Gepäck mit integrierten TSA-Schlössern geht. Unsere Wahl fiel hier aus mehrerlei Gründen auf den Spree 1203: Zunächst ist ein Koffer mit vier Rollen in den endlosen Flughäfen der USA ein Lebensretter, der Hauptstadtkoffer hat gleich vier Doppelrollen! Zudem gibt's das gute Stück in (derzeit) drei größen und zehn Farben! Die Optik ist also keine Ausrede.
  2. Reiseadapter: Ob für's Smartphone, Tablet, die Kamera oder den Laptop – an irgendeinem Punkt im Urlaub müssen wir alle an die Steckdose. Wer also nicht ganz auf die liebe Technik verzichten will, muss sich einen Adapter für das Stromnetz der Staaten besorgen. Wir greifen hier in der Regel gleich zu einem kleinen Sammelsurium, da wir ja schließlich mehrere Geräte mitnehmen. Der Hama Reisestecker USA Typ A* ist günstig, hat uns aber schon treue Dienste geleistet. Zudem ist er für Flach- wie auch für Konturenstecker geeignet. Wer also zu einem anderen Modell greift, sollte gerade bei Online-Bestellungen beachten, dass der eigene Stecker auch tatsächlich passt.
  3. Kühltasche: Gerade, weil wir unsere Rundreise mit dem PKW unternommen haben (und kleine Sparfüchse sind) haben wir es hier und da genossen, abseits vom betretenen Pfad den Highway zu verlassen und auf entlegenen Plätzen in freier Natur ein Picknick zu genießen. Aufgrund der Einkaufsmöglichkeiten und den in jedem Hotel vorhandenen Eismaschinen ist das in den USA ein Kinderspiel; allerdings ist eine Kühltasche dann unverzichtbar! Wer es uns also nachtun möchte, dem möchte ich zu einem kleinen, faltbaren Modell wie diesem handlichen Modell von noorsk* raten, welches ebenfalls in mehreren Farben erhältlich ist.
  4. Reiseführer: Mobile Daten sind zwar in der Regel im USA-Urlaub kein Problem. Trotzdem haben wir uns ungern alleine auf Google Maps oder andere Apps wie TripIt verlassen (auch wenn diese gerade in den Staaten eine enorme Gepäckerleichterung mit sich bringen). Kanada Osten / USA Nordostenist zwar ein dicker Schinken, hat sich aber aufgrund der umfassenden Infos zu Planung & Organisation der Reise bezahlt gemacht. Man sollte ihn also unbedingt vor der Reise anschaffen! USA Nordosten - Reiseführer von Iwanowski* liefert zum einen sehr nützliches Kartenmaterial, zum anderen umfassende Routenvorschläge und Hinweise zu Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Walbeobachtungen oder RaftingVISTA POINT Reiseführer Tag für Tag* informiert über mehrere Tages-Etappen zu kulturellen, historischen und landschaftlichen Highlights. Ebenfalls eine Anschaffung zur Vorbereitung wäre Unterwegs in New York und Neuengland*, ein ausführliches Buch zu den Staaten Neuenglands und natürlich New York City selbst.
Neuengland ist die Heimat all dessen, was gut und nobel ist, mit all seiner Strenge und kompromisslosen Meinungen.
— Ellen Swallow Richards

Da Start und Ziel dieser Rundreise New York City sind, hat man zudem noch den Bonus, dass man den Aufenthalt mit einem längeren Stadturlaub in Manhattan abschließen kann. Den Flughafen JFK hat man ja bei der Anreise schon kennengelernt, daher ist dann auch die Abreise nicht mit Stress verbunden und der Besuch Manhattans lässt sich in der Regel zum Abschluss der Reise mit einer Shopping-Tour verbinden; gesetzt den Fall, ihr Koffer ist nicht schon mit Souvenirs gefüllt.
 
Man startet mit dem Mietwagen am vergleichsweise überschaubaren Flughafen JFK. Zunächst fährt man ab hier auf den John F. Kennedy Express Way, dann weiter auf die Interstate 678 durch Queens, vorbei an Flushing Madows. Später überquert man den East River (hier liegt auch die berühmte Gefängnisinsel Rikers Island) und gelangt schließlich zur Interstate 95, deren Teilstück auch als New England Thruway bekannt ist. 
 
Unser erster Stop nach ca. 80 Meilen ist die Universitätsstadt New Haven in Connecticut mit der berühmten Yale-Universität. Hier findet man unter anderem die Yale University Art Gallery mit vielen interessanten Werken. Natürlich nicht so wie im MOMA, dafür aber auch nicht so überlaufen.

Welcome to Yale

"Lux et Veritas" ist das Motto der Elite-Uni

‘Five Mile Point Lighthouse’ – der Park wie auch der Leuchtturm – sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Nehmen Sie sich Zeit für einen Spaziergang und genießen Sie die Aussicht.
Meine Hotelempfehlung für New Haven ist das Best Western Executive Hotel New Haven in West Haven
 
Einen Ausflug wert ist mit Sicherheit auch das wunderschöne Städtchen Mystic mit dem Mystic Seaport. Einem Freilichtmuseum am Mystic River mit integriertem Museumshafen und Schifffahrtmuseum. Hier kann man den letzten hölzernen Walfänger Charles W. Morgan besichtigen. Jedes Jahr im Juni findet hier das Mystic Seaport Sea Music Festival statt, welches zu einem der ältesten und größten Festivals dieser Art im nordamerikanischen Raum zählt. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Mystic River Bascule Bridge; eine im Stadtzentrum befindliche Hebebrücke in voller Funktion. Ob man sich also für die Geschichte der Seefahrt und des Walfangs interessiert und Geschichten wie Moby Dick nachreisen möchte oder einfach eine schöne Kleinstadt – selbst für europäische Verhältnisse – genießen will, hier ist man goldrichtig!

Nach all den Sehenswürdigkeiten braucht's natürlich auch eine Stärkung. Hierfür kann man sich unter anderem dem Mystic Sweets & Ice Cream Shoppe zuwenden, der mit vielen Köstlichkeiten und Leckereien aufwartet, die man unbedingt einmal probieren sollte. 

Weiter geht unsere Fahrt Richtung Norden zu unserem nächsten Übernachtungsziel Keene in New Hampshire. Die Entfernung New Haven – Keene beträgt ca. 135 Meilen (also etwa 217 km).

Hier sollte man als Hinweis erwähnen, dass man die Reisezeit im USA-Urlaub nicht wie in Deutschland veranschlagen kann. Die vorgeschriebene Geschwindigkeit wird sehr strikt überwacht und auch bei Touristen versteht die Polizei keinen Spaß. Planen Sie also lieber etwas mehr Zeit ein. Man kommt wesentlich entspannter an und erspart sich viel Ärger. 

Bekannt geworden ist Keene 1995 als Drehort für den Film Jumanji
Ebenso bekannt ist Keene aber auch für seine ‘Covered Bridges’ – romantische überdachte Brücken aus längst vergangener Zeit.
 
Die wunderschöne Stadt Hartford am Connecticut River (Hauptstadt von Connecticut) eignet sich besonders gut für einen Zwischenstop auf dem Weg von New Haven (Entfernung über die Interstate 91 ca. 40 Meilen) nach Keene. 

Hartford ist unter anderem bekannt durch das berühmte Trinity College (eines der ältesten Colleges der USA). Gott sei Dank waren wir nur im Urlaub und nicht zum Studieren hier; hier kostet ein Studium nämlich fast $ 58.000 pro Jahr.

Wir haben hier das Mark Twain House in direkter Nachbarschaft zum Haus von Harriet Beecher-Stowe besucht. Da wir damals einen angehenden Anglisten im Schlepptau hatten, durfte ja ein Halt bei der Wirkungsstätte dieser großen Schriftsteller nicht ausbleiben. 

Mark Twain House

Ein kleiner Tipp am Rande: Wenn man sich schon auf vorab mit dem Urlaubsziel auseinandersetzt, steigert das nicht nur die Vorfreude, sondern es schafft auch ein viel umfassenderes Urlaubserlebnis. Man erkennt einfach Dinge wieder, weil man von ihnen schon gelesen oder sie in Filmen gesehen hat. Schon deshalb kommt einem der Urlaub auch viel länger vor! Zudem darf man bei Reisen außerhalb des deutschsprachigen Raumes als angenehmen Nebeneffekt die Auseinandersetzung mit Sprache und Kultur verbuchen, was sich im Urlaub selbst immer bezahlt macht. Daher der goldene Tipp für den Urlaub: Bücher lesen und Filme sehen, die sich mit dem Ziel auseinandersetzen! Das meint nicht nur Reiseführer und Dokus. Good Will Hunting? Anyone...?

So haben wir es im Falle Mark Twains also auch gehalten. Mit unserer Sammelausgabe* hatten wir auch gleich das Thema Reisen und – oh Schreck! – Twains Meinung zur schrecklichen deutschen Sprache abgedeckt. Auch Onkel Tom's Hütte* gilt als Klassiker der Weltliteratur und es war wirklich beeindruckend, die Wirkungsstätten gleich zweier großer Autoren zu besichtigen.

Wie auch beim Ernest Hemingway Home in Key West – dazu ein andermal mehr – lernt man hier sehr viel über die Lebensweise und Arbeit der weltberühmten Autoren… und nebenbei kann man sich mit Souvenirs und Büchern eindecken (Tipp: Denkt an Euer Gepäck!^^)... 
Auch das Connecticut State Capitol im Bushnell Park ist ein imposantes Gebäude.

Von Hartford geht es weiter nach Springfield, Massachusetts, weitere 30 Meilen auf der I-91. Beschaulich wie das Städtchen sein mag, auch hier warten die Amerikaner mit Geschichte auf, sei es als Geburtsstadt vom Schauspieler Kurt Russell oder als Gründerstätte der Motorradmarke Indian oder der Firma Smith and Wesson.
 
Unser nächster Stop auf dem Weg nach Keene ist Deerfield. Wir fahren  immer noch über die I-91. Hier kann man eine wirkliche Rarität bewundern. Das Historic Old Deerfield Village im wunderschönen Connecticut River Valley. Planen Sie hierfür unbedingt genügend Zeit ein! Der Aufenthalt lohnt sich wirklich! 

Meine Hotelempfehlung für Keene: Das Best Western Plus Keene Hotel. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt. Und wieder geht eine wunderschöne und ereignisreiche Etappe zu Ende.
 
Von Keene geht es weiter nach Norden zu unserem nächsten Stop im Hotel Indian Head Resort in Lincoln, New Hampshire, Entfernung ca. 120 Meilen. Unsere Fahrt führt uns zunächst nach Concord, der Hauptstadt von New Hampshire.

Es war schön, dass an diesem Tag um das Gebäude des New Hampshire State House herum eine Veranstaltung des Militärs stattfand. So hatten wir die Gelegenheit, auch einmal eine Support-Our-Troops-Rally mitzuerleben.

Flume Gorge and Boulder Caves

Flume Gorge and Boulder Caves

Unsere Route führt uns über Meredith am Lake Winnipesaukee, welcher sich für einen weiteren Stop anbietet, und weiter nach Woodstock; ein wunderschönes Städtchen in den White Mountains. Hier kreuzt der berühmte Kancamagus Highway, an welchem das White Mountains Visitor Center mit dem Panoramic Overlook liegt. 
Vom Indian Head Resort aus sollte man unbedingt den Rundweg durch die Flume Gorge and Boulder Caves machen und ein sehr abwechslungsreiches Naturschauspiel erleben. 
Ein Ausflug zum Mount Washington Hotel in Bretton Woods mitten in den White Mountains lohnt auf jeden Fall. In diesem wunderschönen alten Hotel, welches man auf jeden Fall einmal besichtigen sollte, fand 1944 die Weltwährungskonferenz statt.

Mount Washington Hotel

Unsere Fahrt geht weiter über Franconia und den Franconia Notch State Park, ein sehr weitläufiges und interessantes Naturschutzgebiet. 

Auch in Franconia findet man wieder überall die Covered Bridges. Auf dem Weg nach Sugar Hill sind wir fasziniert von den wunderbaren Feldern voller Lupinen. Hierzu gibt es natürlich in jedem Jahr ein Lupinen-Festival

Ein Abstecher in den beschaulichen Wintersportort Stowe darf natürlich auch nicht fehlen.
Hier sollte man den Depot Street Malt Shop besuchen. Ein Imbiss im Stil der 50er Jahre. Hier werden nicht nur gute Burger serviert; es gibt auch prima Milchshakes und super Icecream. Unbedingt probieren! Stowe ist auch bekannt für die Trapp-Familie.
Diese betreibt auch heute noch ein Bergresort im alpinen österreichischen Stil. Ein Schnappschuss davon findet sich in unserer Galerie!

Auch diese Etappe geht mit vielen wunderbaren Eindrücken zu Ende und weiter geht es nach Norden durch Vermont bis nach Kanada. 
Ab Franconia auf die I-93 und weiter auf der I-91 direkt nach Sutton. Hier legen wir einen Stop bei Verwandten ein.
Sutton/Quebec ist ein kleiner, beschaulicher Ort umgeben von riesigen Wäldern – also Natur pur. Ab Sutton steht ein Ausflug zum Lake Champlain an. Leider liegt der See, obwohl wir Temperaturen von 30 Grad und mehr haben (mit einer Luftfeuchtigkeit von fast 90 %), im dichten Nebel. Vom sonst so beliebten Wassersportziel fehlt jede Spur. 
Für den nächsten Tag steht einmal Shopping in der Mall Carrefour de l’Estrie in Sherbrooke
an. 

Ausflugsziele ab Sutton zeichnen sich durch zahlreiche Abwechslungen aus. So auch Tadoussac, bekannt für's Whalewatching. Auf dem Weg nach Grönland treffen sich hier alle Arten von Walen. Tadoussac liegt an der Mündung des Sankt-Lorenz-Stroms und des Saguenay-Fjords.

Der Nationalpark Saguenay bietet sich für erlebnisreiche Wanderungen bestens an. Eine Zwischenübernachtung in Chicoutimi bietet sich allein schon wegen der doch immensen Entfernung an. Chicoutimi ist das Zentrum von Saguenay. In der Sprache der Innu (die Innu sind eine Gruppe nordamerikanischer Indianer, die zu den First Nations in Kanada zählen) heißt Chicoutimi ,Shkoutimeou’ und bedeutet so viel wie ,bis wohin das Wasser tief ist’.

Natürlich mussten wir auch die Hauptstadt der Provinz Quebec mit gleichem Namen sehen. Quebec liegt direkt am St.-Lorenz-Strom und ist Hafen für viele Kreuzfahrtschiffe auf dem Weg in die großen amerikanischen Seen.

La Citadelle de Quebec ist eine eindrucksvolle Militärbefestigung unweit des Chateau Frontenac (welches das luxuriöseste Hotel von Kanada ist) mit heute noch intakten Mauern, vor denen man noch regelmäßig Militärparaden bestaunen kann. Auch lohnenswert ist ein Besuch der Montmorency-Wasserfälle (Park de la Chute-Montmorency). Als Abschluss lohnt ein Besuch der Basilique Cathedrale Notre-Dame-de-Quebec.
 

Auch diese Etappe neigt sich dem Ende zu und wir fahren weiter auf der Route 10 O über Cowansville und Granby nach Montreal. 

In Montreal sollte man sich auf keinen Fall die ausgedehnte Untergrundstadt entgehen lassen. Montreals RESO ist das weltweit längste unterirdische Tunnel Netzwerk – ein mehrstufiges Netz mit 33 km Fußgängerwegen, Passagen und Einkaufszentren.
Natürlich gibt's auch oberirdisch etwas zu sehen, aber je nach Besuchszeit ist es gut zu wissen, dass man nicht vom Wetter abhängig ist.

Wir fahren nun weiter entlang des Lawrence River oder – wie die Mohawk ihn nennen, Kaniatarowanenneh (‚großer Wasserweg‘) – zu unserem nächsten Stop in Brockville,  Ontario. Wir haben Brockville wegen der Nähe zu Kingston in der Region der Thousand Islands ausgesucht, die wir einfach nicht auslassen wollten. Brockville liegt etwa auf halber Strecke zwischen Montreal und Toronto. Diese beiden Städte sind durch den Highway 401 miteinander verbunden.
Unser erster Abstecher führt uns von Brockville nach Merrickville und beginnt mit einer Parade zur Eröffnung der Feierlichkeiten des Canada Days

Wer möchte, kann natürlich auf dieser Strecke weiter fahren bis nach Ottawa, der Hauptstadt Kanadas. Ottawa bedeutet ‘Händler’ in der Sprache der Algonquin. Die Algonquin zählen zu den Anishinabe und gehören ebenfalls zu den First Nations of Kanada, den indianischen Ureinwohnern Nordamerikas. Die Algonquin waren, wie auch die Irokesen, Pelzhändler.

Ein wunderschönes Naturschutzgebiet ist der gleichnamige Algonquinpark. Wir selbst haben die Möglichkeiten hier aufgrund unserer anderweitigen Planung nicht voll ausgeschöpft. Wer sich allerdings für eine Kombination aus Camping, Fahrrad- & Kanufahrten und Angeln begeistert, ist hier absolut richtig und kann sogar mehrere Tage im Park zubringen.

Einen Einblick in das frühere Canada des 18. Jahrhunderts gibt den Besuchern das ‘Upper Canada Village’ nahe Morrisburg, ein tolles Ausflugsziel, auch für mehrere Tage. Kinder unter 5 Jahren haben hier noch kostenfreien Eintritt; für Studenten und Schüler lohnt sich ein Besuch im Juni zum "Education Monday" im Rahmen eines Mittelalter-Festivals. Wer hier mehr Zeit als wir einplant, kommt aber wohl am weitesten mit dem Seasons Pass oder anderen Specials, die auch das benachbarte Fort Henry beinhalten. Es gibt sogar Möglichkeiten zum shoppen. Am meisten beeindruckt das Dörfchen aber wohl durch die vielen Transportmöglichkeiten, darunter einen Mini-Zug, Kutschen oder eine kleine Fähre. Ein Besuch lohnt sich hier also wohl insbesondere für Familien mit kleinen Kindern, die unter Umständen sogar übernachten wollen. Man sollte sich aber auf jeden Fall vorab mit Eintrittspreisen, Gruppengrößen und Zeiten für die geführten Touren vertraut machen.

Wir haben das Örtchen Brockville für unseren Stop aufgrund seiner Nähe zu den Thousand Islands eingeplant. Die ‘Tausend Inseln’ liegen am Abfluss des Ontariosees zwischen Kanada und den USA und sind eine wahre Sehenswürdigkeit; ein einzigartiges Naturparadies mit über 1800 Inseln. Unsere Tour führt uns von Brockville nach Gananoque, wo wir uns zu einem sehr schönen Bootsausflug durch die Landschaft der Thousand Islands entschlossen haben.
Weiter geht es nach Kingston, dem Tor zum Ontariosee. Kingston ist ebenso das Tor zu einem der vielen Nationalparks in Ontario, dem Frontenac Provincial Park.

Unsere Reise geht weiter, wir verlassen Kanada und reisen erneut in die USA ein. Wir fahren auf dem Highway 401 bis kurz vor Gananoque und wechseln hier auf die Interstate 81 Richtung Syracuse im Staat New York. Unsere Reise führt uns nun in die Weinregion der ‘Finger Lakes’
der Finger-Seen – die durch ihre Form und Lage durchaus an die Finger einer Hand erinnern und deshalb auch ‘Five Finger Lakes’ genannt werden. Hier haben wir uns für den Ort Elmira als nächsten Stop entschieden. 

Wir fahren ab Syracuse über die I 90 W Richtung Geneva. Unsere Route führt südwärts am Seneca Lake entlang, einem der größten der Finger Lakes. Wir fahren durch ein wunderbares und bekanntes Weinanbaugebiet. Besuchen Sie die Glenora Wine Cellars in Dundee und nehmen Sie an einer Weinprobe teil. Es lohnt sich. 

Unsere Hotelempfehlung für Elmira-Horseheads: Das Hampton Inn Elmira.

Ganz in der Nähe von Elmira liegt der Ort Binghamton. Unweit der Highways findet man hier die riesige Oakdale Mall, die uns noch einmal zu einem ausgedehnten Shopping verführt hat.

Ab Binghamton geht es zielstrebig über die Interstates 81, 380 und 80 Richtung Linden, New Jersey, unseren letzten Stop vor Manhattan. Die Entfernung liegt bei ca. 200 Meilen. Für Besichtigungen auf dieser Strecke legen wir keine Pausen mehr ein und sparen uns diese.
Zeit, einmal unseren Mietwagen aufzuräumen, der für die lange Reise doch wie unser Zuhause war.

Unsere Hotelempfehlung für Linden, New Jersey: Das Hampton Inn Linden.

Weiter geht es zu unserem letzten Stop in Manhattan. Natürlich wollten wir am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, hier sein; der beste Tag, um mit dem Mietwagen nach Manhattan zu fahren. So kann man es genießen. Der Verkehr nimmt erst am frühen Nachmittag wieder zu, pünktlich zum Feuerwerk über dem East River. Der 4. Juli ist einer der wichtigsten Feiertage in den Vereinigten Staaten.
Die Amerikaner feiern ihren Independence Day mit einer Feuerwerksshow von fast 30 Minuten Dauer, die zu den größten der Welt zählt.

Manhattans Straßen mal leer erleben... auch ein Erlebnis!

Für unsere Übernachtung haben wir dieses mal das ‘Murray Hill East Suites’ in der 39. Straße gewählt. Dieses Hotel eignet sich auch hervorragend für einen längeren Aufenthalt. 

Wer es sich zutraut, sollte ruhig einmal mit dem Mietwagen durch Manhattan fahren. Es ist mit Sicherheit ein einmaliges Erlebnis, zwischen den hupenden Yellow Cabs zu fahren (bekannt durch ihre auffällige gelbe Farbe). 
Für den weiteren Aufenthalt sollte der New York Pass auf keinen Fall fehlen.

Es gibt natürlich auch kostenlose Sehenswürdigkeiten:

  • Eine Tour mit der Staten Island Ferry
  • National 9/11 Memorial am Ground Zero & World Trade Center
  • Brooklyn Bridge Park
  • Über die Brooklyn Bridge gehen
  • New York Public Library
  • Eine Fahrt mit der Roosevelt Island Tramway

Ground Zero 

Zu Beginn eines Aufenthaltes in Manhattan sollte man vielleicht eine Stadtrundfahrt machen, um einen kleinen Überblick zu bekommen. Später geht es dann besser mit dem Hop-On-/ Hop-Off-Bus. Auf keinen Fall sollte man aber gute Laufschuhe vergessen! Manhattan bietet so viel, dass man einfach nicht genug bekommen kann, die Größendimensionen vergisst man dann gerne schon mal.
Wir haben uns Manhattan in Gebiete aufgeteilt, um ein ständiges Hin und Her zu ersparen.

Wer günstig und steuerfrei einkaufen möchte, fährt am besten nach New Jersey. 
Eine lohnenswerte Adresse bieten hier die Jersey Gardens an, eine voll überdachte Einkaufsmeile mit über 200 Geschäften. Die Mall ist ab Manhattan, genauer ab Port Authority, gut mit den Bussen der zu erreichen; Tickets gibt’s am Schalter der New Jersey Transit (Kostenpunkt für Erwachsene ca. $ 14, für Kinder nicht ganz $ 7).

Beispielroute mit Zwischenstationen

Naturparks & Landschaften

  1. Cape Cod & Martha’s Vineyard
  2. Lake Winnipesaukee (Auch in kleinen Orten wie Meridith können Sie noch viel Natur und Wassersport genießen!)
  3. Kancamagus Highway (Eine gute Gelegenheit, um das Mount Washington Hotel zu besuchen, welches 1944 die Internationale Währungskonferenz beherbergte)
  4. Franconia National Park (Tipp: Schauen Sie auch in Lincoln und Woodstock vorbei!)
  5. White Mountain National Forest
  6. Lake Champlain
  7. Sankt-Lorenz-Strom
  8. Saguenay Fjord National Park
  9. Lake Ontario
  10. Thousand Islands
  11. Five Finger Lakes
  12. Hudson Valley

Die Landschaft ist wohl einer der besten Gründe, um Neuengland und Kanada zu bereisen, ob man's nun zum Indian Summer schafft oder nicht. Da sie sich nicht in Worte fassen lässt, begnügen wir uns hier mit unseren Bildern:

Neuengland hat ein raues Klima, einen kargen Boden, eine derbe und stürmige Küste, und dennoch lieben wir es, sogar mit einer Liebe, welche die der Bewohner begünstigter Landschaften übersteigt.
— Henry Cabot Lodge

In unserer Galerie finden Sie weitere Schnappschüsse aus Neuengland, Kanada, und New York City, die hoffentlich ein wenig Urlaubsgefühl wecken oder auch Ihre nächste Planung inspirieren! 

Möchten Sie mehr über diese Route, Neuengland und Kanada erfahren? Planen Sie auch einen Urlaub in die Vereinigten Staaten oder nach Kanada? Haben Sie Fragen zur Route oder würden Sie gerne eine eigene mit leichten Abwandlungen ausarbeiten?

Dann melden Sie sich einfach per Email oder telefonisch bei mir und ich helfe Ihnen gerne mit ihrem persönlichen Wunschurlaub! Auch Kommentare zu Wunschruten, ihren eigenen Erlebnissen in Neuengland und Kanada oder zu Sehenswürdigkeiten sind gern gesehen!

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